Vom Pathos getragen

Ich bin heute über einen Text von Heribert Prantl gestolpert, in dem der SZ-Mann schon das Ende der Menschenrechte herbeischreibt, weil an den EU-Außengrenzen künftig mehr Klarheit über die Ankommenden geschaffen werden soll. Zu lesen hier. Was Prantl im Text recht pathetisch „Anti-Flüchtlings-Pläne“ und „Zurückweisungspolitik“ nennt, ist bei genauerer Betrachtung eigentlich nichts weiter als der Versuch, etwas Kontrolle zu bekommen, wo zuletzt 2015 extremes Chaos herrschte. Etwa, indem man frühzeitig feststellt, mit wem man es zu tun hat, oder eben stärker auf Hilfe bzw. Erkenntnisse vor Ort setzt. Dennoch beschwört Prantl – verklausuliert und hochgestochen wie er sich selbst gerne liest – gekonnt die beliebte Mär von der Festung Europa. Ich habe im gesamten Text kein einziges Argument gefunden, nur eine ganze Reihe simpler, von sehr viel Pathos getragener Botschaften, die nicht gerade zu einer konstruktiven Debatte beitragen. Aber beurteilen Sie selbst…

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